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1871
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Der Gründer der diakonischen Arbeit in Waiern, Senior Pfarrer D. Ernst Schwarz, kommt als Gemeindepfarrer in die Evangelische Pfarrgemeinde Waiern. Er erkennt die Not und das Elend der Waisen bzw. Kinder, deren Eltern in Armut dahinfristen, erlebt Menschen, die in Ställen leben müssen. Selbst versorgt er Kinder im Pfarrhaus Waiern. Als er sich außerstande sieht, weitere Kinder unterzubringen (über 40 wohnen bereits in seinem Haus!), fasst er den Plan, eine Heimstätte zu bauen. Mit wenig Geld, viel Kraft und dem Segen Gottes wird das unmöglich scheinende Vorhaben Wirklichkeit.
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1888
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Die "Kinderrettungsanstalt", das spätere Ernst-Schwarz-Haus, wurde eingeweiht. Die unermessliche Kindernot ließ das Haus schnell voll werden.
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| 1893 |
Die offenen Augen des Wairer Pfarrers sahen nicht nur die Not der Kinder, sondern auch die der kranken und alten - ausgedienten - Menschen. Es ließ ihn nicht los, wenn er in den Hütten und Kammern kranke Menschen fand, die völlig verlassen waren. Krankenpflege war nötig!
Durch den Ankauf des Anwesens der Hölzlhube fand man ein geeignetes Grundstück zum Bau eines Krankenheimes. Am 01. Oktober wurde der Grundstein gelegt. In einer Bauzeit von nur 13 Monaten war das Haus fertiggestellt. Das wurde damals nahezu als ein Wunder empfunden - man sprach von dem zweiten Wunder Gottes in Waiern.
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| 1894 |
21. November feierliche Eröffnung des "Kranken- und Erholungsheimes" Waiern. |
| 1896 |
Erhalt des Öffentlichkeitsrechts. Bezeichnung "Evangelisches Diakonissenkrankenhaus mit Öffentlichkeitsrecht".
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| 1936 |
Gallneukirchner Diakonissen beginnen ihre Arbeit in Waiern. Der Spitalsbetrieb wird aufgenommen, da die öffentlichen Krankenhäuser für damalige Verhältnisse weit entfernt waren. Ein einfacher Operationssaal und ein Behandlungszimmer werden eingerichtet. Dr. Walter Domenig operiert unter Assistenz seiner Frau den ersten Blinddarm. Mit vier Krankenbetten und zwei Krankenschwestern sowie Dr. Domenig, Praktischer Arzt als Leiter, beginnt die Spitalsarbeit. Primarius Dr. Domenig ist in den Fachrichtungen Interne, Chirurgie und Geburtshilfe tätig.
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| 1939 |
Zwölf Krankenbetten stehen zur Verfügung. Das Werk wird, außer dem Krankenhaus, von der NSDAP enteignet. Regulärer Beginn der Geburtshilfe.
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| 1943 |
Bescheidene Erweiterung. Ein Entbindungszimmer und ein Röntgenraum entstehen. |
| 1944 |
38 Betten stehen zur Verfügung.
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| 1948 |
Rückerstattung der Häuser aus der Verwaltung der britischen Besatzung. Bezeichnung - "Evangelisches Krankenhaus Waiern".
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| 1955 |
Schweres Zugsunglück bei Feldkirchen. 40 Schwerverletzte werden im Krankenhaus Waiern versorgt, operiert und gepflegt.
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1960
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Großer Anbau im Osten mit neuem OP-Bereich und Röntgenanlage. Ebenfalls wird ein Schwesternwohnbereich und ein Pflegeheim gestaltet. Insgesamt verfügt das Haus über 82 Krankenbetten und 25 Betten auf der Pflegestation.
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| 1972 |
Prim. Dr. Johannes Jagerhofer, Facharzt für Innere Medizin, übernimmt die Ärztliche Leitung. Ende der Arbeit in der Chirurgie. Umstellung auf ein Krankenhaus für Innere Medizin mit Ambulanz.
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| 1976 |
Ende der Arbeit in der Geburtshilfe/Gynäkologie. Errichtung eines Herzüberwachungszimmers.
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| 1979 |
Errichtung einer Klassestation. |
| 1980 |
Anbau des heutigen Stiegenhauses mit Aufzügen und überdachtem Rettungseingang. In den nächsten Jahren erfolgt die Renovierung und Modernisierung des gesamten Hauses. 70 Betten stehen zur Verfügung.
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| 1982 |
Der bisherige Name des Werkes "Evangelische Anstalten Waiern" wird auf "Evangelisches Diakoniewerk Waiern" geändert. Unser Haus bezeichnet sich nun "Öffentliches Krankenhaus im Evangelischen Diakoniewerk Waiern".
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| 1990 |
Die Pflegestation im 3. Stock übersiedelt ins "Ernst-Schwarz-Haus". |
| 1992 |
Beginn der Physiotherapie. |
| 1993 |
Prim. Dr. Egbert Puck, Facharzt für Innere Medizin, wird Ärztlicher Leiter. |
| 2000 |
Einweihung des Südtraktes. Er beinhaltet im Keller die Zentralküche Waiern, im Erdgeschoß die Akut-Interne Station mit dem Herzüberwachungszimmer und Untersuchungsräumen. Darüber wird eine großzügige Dachterrasse gestaltet. Das Werk nennt sich "Diakonie Waiern", unser Haus wurde zum "Gesundheitszentrum Diakonie" - Öffentliches Krankenhaus Waiern.
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2005
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Es erfolgt eine Neuausrichtung unseres Hauses. Im Rahmen der Inneren Medizin wurde der Schwerpunkt Psychosomatik mit einem Department für 20 Betten festgelegt und im Südtrakt (Neubau) untergebracht, um die nötigen Therapieräume zur Verfügung zu haben.
Ebenso wurde der Schwerpunkt Akutgeriatrie/Remobilisation mit 20 Betten geschaffen.
Die Interne Station vereint Allgemeine Klasse und Sonderklasse. Die Herzüberwachung wurde durch eine moderne, in Kärnten erstmals in Betrieb gehende Telemetrie-Anlage abgelöst.
Insgesamt verfügt das "Gesundheitszentrum Diakonie" - Öffentliches Krankenhaus Waiern über 62 systemisierte Betten.
Die Ambulanz versorgt alle internistischen Erkrankungen. Alle unfallchirurgischen Fälle werden nach Erstversorgung an die entsprechenden Fachabteilungen weitergeleitet.
100 Mitarbeiter versorgen den ambulanten und die stationären Bereiche.
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| 2006 |
Durch die Zusammenführung der Diakonischen Werke Waiern und de La Tour wird das Krankenhaus ein Teil der "Diakonie-Kärnten" mit Geschäftssitz in Klagenfurt-Harbach.
Prim. Univ.-Prof. Dr. Herwig Scholz wird als Ärztlicher Leiter für das Krankenhaus Waiern berufen, OA Dr. Richard Gaugeler ist als Departmentleiter für die Innere Medizin und Akutgeriatrie/Remobilisation zuständig.
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| 2007 |
Durch eine Kooperation mit dem Institut für Psychologie der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt können Studenten ihre Pflichtpraktika an der Psychosomatischen Abteilung versehen und Forschungsprojekte vorangetrieben werden.
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| 2008 |
Umbenennung des Hauses in "Öffentliches Krankenhaus Waiern/Feldkirchen". Es erfolgten weitere Adaptierungen im Ambulanzbereich.
Durch die Kooperation mit der Medizinischen Universität Graz werden wir zum Lehrkrankenhaus und ermöglichen bis zu sechs Studenten die Praxisausbildung im 6. Studienjahr.
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